Aiuola Fagus

Arvid Halvericson

Eleonore, Liris, Kaleeya

IT Brief an Valerian, Celetas & Tyvara

Kaya Anah Wa-hya

Ledra`Saar

Serafis Ferrijan

Terros

 


Aiuola atmete erleichtert auf als sich der Wald vor ihr erstreckte. Sie würde es Lianus gegenüber nicht zugeben...auch nicht gegenüber Kari´mar...aber es tat ihr jeder Besuch von Tralea in der Seele weh. Leere trostlose Gegenden unterbrochen von Orten des Schmerzes und der Verzweiflung. Sie wusste das sie sich ihrer Gefühle nicht schämen brauchte da es jedem so ging der dieses Land betrat, aber sie hatte sich fest vorgenommen es sich gegenüber den Traleanern nicht anmerken zu lassen.
Da war ein Besuch in den Wäldern der Antranister das beste Mittel gegen diese Empfindungen und sie wusste, dort gab es ebenfalls welche die sich freuten sie zu sehen. So hatte sie sich entschlossen nach dem Kriegsrat die Antranister aufzusuchen da sie nicht vor hatte sich allzu weit von Tralea zu entfernen. Dieser Schrein der errichtet werden sollte....sie befürchtete das sich dort zu viele jener versammeln die nur noch mit einem Denken konnten. Dieser zweideutige Gedanke ließ sie lächeln wobei sie eigentlich mehr an deren Waffen in den Händen dachte als an etwas anderes. Selbst der überzeugteste Vertreter eines guten und gerechten Glaubens kann sich in den Kämpfen die er im Namen seiner Gottheit aus ficht verlaufen und aus den Augen verlieren was wirklich seine Aufgabe ist. Sie seufzte über diesen Gedanken und schüttelte sie ab da sie nur noch ein Schritt von dem genauen Gegenteil des Landes befand dass sie nun verlassen würde. Endlich im Wald angekommen machte sie sich keine Sorgen mehr darüber das ihr etwas passieren könnte...sie wusste das die Augen der Antranister auf ihr lagen und es störte sie nicht. "Wenn ihr fertig seid mit Verstecken spielen sucht mich am Fluss" rief sie laut und provokant und machte sich auf zu dem Fluss auf dem ihrer erste Reise hierher stattfand.  Am Fluss setze sie sich an den Strand, wohl bedacht nicht zu nahe an das Wasser zu gehen und genoss das größte Geschenk dieser Welt....das Leben das durch diesen Walt pulsierte mit einem Herzschlag der für sie so laut dröhnte wie ein Donnerschlag...und sie genoss einen jeden einzelnen davon. Sie war so damit beschäftigt diesem Klang des Lebens zu lauschen und damit ihre gepeinigte Seele abzuwaschen das sie um ein Haar die Ankunft von jemand anderem überhört hätte. So geschwind sie es vermochte räumte sie den Strand und das nicht zu früh. Vor ihr stießen 2 riesige Köpfe aus dem Wasser und es erklang ein trompetenartiger Lärm als die Ankömmlinge sie begrüßten. Vor Aiuola thronten zwei alte Bekannte und sie lächelte dem Pärchen zu als es sich aus dem Wasser hievte...bis ihr Lächeln auf dem Gesicht gefror. Schwere Wunden überzogen beide Wasserdrachen und auch an ihren Bewegungen konnte Aiuola erkennen das sie Schmerzen litten.  Das Trompeten der beiden klang nun auch anders wie in ihrer Erinnerung. Es hatte etwas von Feindseligkeit und einem Unterton des Schmerzes. Entsetzen machte sich in Aiuola breit und auch ein Funken Angst wie die Drachen nun auf sie reagieren würden. Das Männchen schob sich schützend vor das Weibchen und besah sich Aiuola genau. Sie wagte kaum zu atmen als seine alten Augen auf ihr lagen....und im ersten Moment zuckte sie erschrocken zusammen als der Drache sanfte Schnurrlaute von sich gab und behutsam seinen Kopf an ihre Körpermitte vorbeigleiten ließ. Vorsichtig und langsam hob sie ihre Hand und strich sanft über seinen Kopf bis er ihn zurück zog. Danach schnellte sein Kopf nach oben, blickte sich um und lies sich neben seinem Weibchen erschöpft nieder. "Ssssssie wurden angegriffen sss vor nicht all sssssu langer Ssssseit" erklang es nun hinter ihr und einer der Antranister glitt aus dem Dickicht des Waldes. "Sssssie haben beschütsssssst ein Wesen von einer anderen sssssWelt. Sssssagten ssssschützten Reinheit ssssss schützen Gutes ssssssss und fühlen nun nur Ssssssschmerz." Aiuola konnte den Blick von den geschundenen Drachen kaum abwenden "Wer hat ihnen das angetan?" "Sssssss wir kennen nur Namen von der die ssssss Sie schützen. Sssssie heissssst LUXsssss" bei dem Namen zuckte das Männchen und blickte sich scharf um. "Deren Feind ssss wir nicht kennen, ssss nur das sssssie für die Schawai hatte grossssse Bedeutung." Wer immer zwei solche Wesen derart zurichten konnte, war jemand dem sie nichts entgegen setzen konnte. Das einzige das sie tun konnte..... "Wie heißt du?" ... "Der Wald sssss mich nennt Ssssamaaaassss"  "Also gut Samas....ich brauche einen Ort in der Nähe wo ich schlafen kann, einen Ort wo ich Feuer machen darf..etwas worin ich Wasser kochen kann...und helfende Hände." Wobei ihr Blick und ihr Ton genau sagte wen sie dazu auserkoren hatte. Sie war lange genug mit Sana und Kari´mar unterwegs gewesen um zu erkennen wenn ein Antranister grinst. "Ssssso wird essssss sssssein und ssss ich werde allessssssss bessssorgen".  Na gut dachte Aiuola...dieser Schrein wird noch eine Weile dauern bis sich alle versammelt haben...und bis dahin habe ich hoffentlich genug Zeit die beiden gesund zu machen.
Die nächsten Tage waren anstrengend für sie da sie erkennen musste das nicht nur Heiler eine Plage sind als Patienten....nein, auch Wasserdrachen können es einem wirklich unbequem machen sie zu heilen. Aber es entstand auch eine tiefgreifende Beziehung die Aiuola als sie aus Frust über den störrischen und mimosenhaften Drachen ihre Geduld verlor und dem Männchen mit "jetzt hör auf zu zappeln du Riesenbaby" einen Schlag auf den Hinterlauf gab. Der Drache zuckte auf und Aiuola blieb für einen Moment das Herz stehen....bis sie die im Drachen aufkeimenden Töne als glucksen erkannte. Der Drache begann immer lauter in seiner gutturalen Art zu lachen bis auch das Weibchen und Aiuola darin einfielen. .......die Zeit verging nun wie im Flug und der Tag war gekommen an dem Aiuola nach Tralea zurückkehrte um einem anderen Patienten beizustehen...dem Land selbst.

 

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Arvid blickte von den traleanischen Katapulten zu den Festungsmauern vor sich. Seit 9 Tagen belagerten sie nun schon dieses Rattennest, doch das sollte sich nun mit ein wenig Glück ändern.
Seine Kehle brannte von der Hitze und dem Staub so dass sein Körper nach Wasser lechzte,  aber es blieb keine Zeit sich um solche Nebensächlichkeiten zu kümmern. Der Plan den er mit dem Kommandeur der Traleaner entworfen hatte war gelinde gesagt gewagt, aber mit seinen Ritterbrüdern an seiner Seite hatte er keinen Zweifel das dieser Kampf heute nur einen einzigen Ausgang haben konnte. Als er sah das die Mannschaften der Katapulte bereit waren und nur noch auf sein Kommando warteten setzte er seinen Helm auf zog das Schwert und mit "Alanavir!!!" brüllte er die Worte die für ihre Feinde den Schrecken entfesseln sollten. Mit den Worten "Inea Sudra" entriegelten die Traleaner ihre Katapulte und es hoben sich riesige große Kugeln in die Luft der besetzten Festung entgegen. "Ranger! Spannen und zielen" brüllte er das nächste Kommando während er den Kugeln in ihrem Flug zusah......und mit einer gewissen Befriedigung feststellte das sich deren Schleppleinen sehr bald straffen würden. "FEUER!!" rief er das letzte Kommando...mehr für sich selbst als für die Bogenschützen die bereits feuerten als er das Kommando gab da sie genau wussten wann sie feuern mussten....sie waren lyonische Ranger...und keiner war besser mit dem Bogen. Zur selben Zeit spannten sich die Seile und die Kugeln zerrissen mit einem lauten Krachen über der Festung. Ihr flüssiger Inhalt verteilte sich noch während er zu Boden sank...und die von den Ranger abgeschossenen Feuerpfeile darin eintauchten. Eine feurige Blume erblühte über der Festung und sank auf diese nieder. "Alanavir" brüllte er ein zweites Mal und noch eine Salve flog der Festung entgegen.  Doch dieses Mal waren es andere Krüge...diese waren mit stachligen Spitzen gefüllt. Dies war der Moment in dem der Sturm auf die Festung erneut begann. Falkritter, Ranger und Traleaner mit kaltem Hass in den Augen erstürmten den Pfad zu der Festung in der Hoffnung dass dieses Mal die Verteidiger ganz andere Sorgen hatten als ihren Ansturm auf die Tore.
Er brachte eine gewisse Bewunderung für die Festungskünste der Traleaner auf...aber im selben Moment verwünschte er sie. Diese Tore waren nicht auf normalen weg zu knacken...darum versuchten sie es erst gar nicht.  Sie mussten eigene Leute über die Mauer bringen um sie dann von innen öffnen zu können...und daran bissen sie sich seit 9 Tagen die Zähne aus.
Arvid lief so schnell er konnte um die Mauer zu erreichen. Aus der Festung wurden Schreie laut die von Schmerz und Panik kündeten....doch im Gegensatz zu den verabscheuungswürdigen Schlächtern in der Festung wusste er das sich dieses Feuer nicht lange halten würde....dafür gab es in diesem verfluchten Land zu wenige Dinge die brennen konnten. Bevor er einen Befehl geben konnte hatten bereits die Ranger die sie begleiteten ihre Bögen mit Seil-Pfeilen gespannt und diese abgefeuert. So schnell die geschicktesten Kletterer der Allianzstreitmacht es vermochten flogen sie den gespannten Seilen entlang hinauf zu den Zinnen. Oben angekommen liesen jene die lange genug überlebten Strickleitern zu den wartenden Truppen hinab und begannen diesen Brückenkopf mit wilder Leidenschaft zu verteidigen. Oben angekommen war Arvid in seinem Element. Dies waren keine ehrwürdigen Gegner, es waren eidbrüchige ehrlose Mörder und er war der Racheengel unter ihnen. Der Kampf war lang und brutal, es wurde keine Gnade gewährt und zwar von niemandem. War dieses Land schon so heiß genug so wurde die Hitze der langsam verlöschenden Feuer zu einem Martyrium. Ein von gerechtem Zorn getragener Schlag mit seinem Schwert beendete das Leben des letzten Verteidigers und bewahrte einen Traleaner vor einer Axt in seinen Rücken. Dieser blickte ihn erschöpft an "Sishra" flüsterte er bevor er sich vor Erschöpfung setzte und Arvid hatte genug traleanisch gelernt um zu verstehen. "Dank ist nicht nötig" nickte dem Mann zu und warf einen Blick auf das Tor das nun offen war und ihm eine abkühlende Brise sowie Wasser versprach. Die Verluste waren schmerzhaft, vor allem für die Traleaner, aber sie waren weitaus geringer als sie noch hätten werden können. Sie hatten auch ein paar Verwundete durch den Einsatz der Krähenfüße...aber da diesen weit mehr Feinde zum Opfer gefallen sind...er seufzte...machte es zwar nicht besser aber es war nicht ganz umsonst.  Er trank gerade vorsichtig seinen zweiten Krug Wasser als ein Bote eintrat. "Ritter Captain Arvid Halvericson?" ... er nickte "Sie werden gebeten an einer Schreinzeremonie teilzunehmen." damit überreichte der Bote ihm ein Schreiben das von der Zeremonie berichtet die bereits am Kriegsrat erwähnt wurde....ein Symbol.....er dachte an die traleanischen Krieger und das sie nichts anderes mehr kannten als Kampf und Tod.....ein Symbol...noch dazu ein bedeutendes. Arvid hatte nämlich erfahren das er am Grab eines Ordenskriegers erbaut werden soll der sein Leben gegeben hat um viele andere zu retten. Aber nicht nur das, als er über diesen Schrein einmal gegenüber dem Kommandanten der Traleaner erwähnte war dieser zwar nicht wirklich darüber erfreut aber er hatte eine interessante Geschichte dazu....................... "Wir kennen diesen Ort gut Ritter Arvid Halvericson" meinte er dazu und als Arvid weiterfragte "Es ist der Ort wo Beria verloren ging."  Arvid stutzte "Beria? Wer ist das?" "Nicht wer Ritter Arvid sondern WAS. Beria war das Großschwert des Kriegers der das letzte Bollwerk der Traleaner vor den Kenaris schützte bis die Mya-Inea uns retteten. In unserem Zorn über den Verrat der Nauris an uns begann ein zweiter Krieg und in einer Schlacht gegen die Nauris aus Ilora ging irgendwo an diesem Ort Beria verloren. Es heißt der Feldherr der Beria führte traf auf den Kriegsmeister der Nauris, ein Kampf aus dem Legenden sind...und beide verschwanden und kämpfen bis zum Ende aller Tage" dann lachte er "so jedenfalls lauten die Geschichten". "Und wer hatte die Schlacht gewonnen?" bei der Frage grinste der Traleaner und Arvid brauchte keine weitere Erklärung. ..........................................erinnerte sich Arvid an das Gespräch. Ja...ein Symbol.

 

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Noch immer peinigte sie der Schlag den sie erhalten hatte und so war weder die Reise zu, noch durch das Portal das angenehmste das sich Eleonore vorstellen konnte. Der Umstand wurde etwas abgemildert durch die helfende Hand auf der anderen Seite, die die ihre ergriff bevor sie einen Schritt daneben setzen konnte und die sie auf den schmalen Steg dirigierte. Kaleeya hatte auf sie gewartet und nachdem sie sich begrüßt hatten zeigte sie ihr die Welt von der sie bis jetzt nur gehört hatte.  Die Antranister waren ein durchwegs beeindruckendes Volk und einer ihrer größten Vertreter bot sich an sie zumindest bis zum Fluss auf seinem Rücken zu tragen (Freie Entscheidung) da die Reittiere der „Fremden“ wie er es ausdrückte ihre Schwierigkeiten mit der dichten Vegetation hatten. Der Weg durch den Wald war von atemberaubender Schönheit…aber leider auch von genauso beeindruckenden Schmerzen in ihrem Rücken. Einer der Antranister der Kaleeya und sie begleitete bot an den Schmerz zu unterdrücken wenn sie dies wünschte (FE). Der Weg bis zum Fluss zog sich so schien es ewig. Jedoch gab es ihr auch die Möglichkeit sich von Kaleeya auf den aktuellsten Stand bringen zu lassen.  Das Rudel ist ausgeschwärmt und jagte nun jene die geglaubt hatten im Hinterland morden und plündern zu können. Auch das die Zusammenarbeit mit den Antranistern überraschend einfach, geradlinig und erfreulich unproblematisch war. „Respektiere den Wald, respektiere das Leben und wir respektieren dich“. Ein Motto das im Prinzip nicht schwer zu verstehen war. Wäre es doch bei vielen anderen ebenso einfach mit ihnen auszukommen. Auch wurde sie von Kaleeya unterrichtet was sich sonst noch in Tralea ereignet hatte soweit sie davon erfahren hatte. Am wichtigsten erschien ihr aber der Bericht ihrer Reise in den Norden, bei dem sie versuchte eine Beobachtungsbasis zu errichten zwischen dem Feuerring und dem Land der Sindu. Sie erzählte Eleonore dass die Sindu wie die Traleaner starke Festungen errichtet hatten aber im Gegenzug zu den Traleaner jeden Kontakt konsequent ablehnten. Von ihrer Geistreise in den Norden am Feuerring vorbei konnte sie nur düsteres berichten. Wie in den Tälern zu den Traleanern war dieses Land vom Tod getränkt. Leichen verschiedenster Verfallsstadien von Kreaturen des Feindes die sie identifizieren konnte bis hin zu Sindu so wie sie vermutete da die Gewänder nicht jenen der Traleaner entsprachen. Es schien als würden die Sindu auch ihre Festungen verlassen um Aufmarsch versuche des Feindes zu unterminieren. Auch sieht es so aus als ob das Gebiet von diversen Verteidigungsvorposten nur so wimmelt als ob jemand Vorbereitungen getroffen hat dem Feind weniger Boden zu lassen. Viele dieser Posten waren neu als wären sie erst vor kurzem errichtet worden.
Die Wälder des Nordens scheinen verbrannt worden sein. Ob es sich um ein Versehen handelte oder eine gezielte Aktion damit der Feind kein Baumaterial zur Verfügung hatte konnte sie nicht sagen. Auch fand sie Spuren einer Zivilisation die jedoch so scheint es schon seit langem nicht mehr existierte. Kaleeya gab ihr einen wirklich umfassenden Bericht und auch Eleonore erzählte ihr was inzwischen in Whenua geschehen war. Als sie endlich den Fluss erreichten warteten dort nicht die bereits früher berichteten Wasserdrachen auf sie sondern ein Floß mit Antranistern die Ruder hielten. „Schawai nicht in der Lage zu helfen“. Kam eine Begründung eines ihrer Begleiter und sie bewegten sich Flussaufwärts mittels dieses Floßes. Wenn es anstrengend war gegen den Strom zu paddeln zeigten es die Antranister nicht. Sie mussten zwar immer wieder eine Rast einlegen, aber sie kamen dennoch deutlich schneller voran als zu Fuß. Tage später erfuhren sie auch den Grund für das Ausbleiben der Schawais. Als sie um eine Flussbiegung kamen sahen sie beide Drachen auf einer Sandbank liegen. Ihre Körper waren gezeichnet von einem Kampf und selbst aus der Entfernung konnte man sehen wie übel man sie zugerichtet hatte. (Solltet ihr euch entschließen bei ihnen an Land zu gehen stellt ihr fest sie wurden bereits fachgerecht versorgt).  Die Drachen hinter sich lassend ging die Reise weiter zum Rand des Waldes und die Antranister verabschiedeten sich. Von hier ging die Reise mit den Reittieren des Rudels weiter hinein nach Tralea. Auf dem Weg erklärte Kaleeya ihr das es hier schon deutlich ruhiger geworden ist und sich manche Menschen auch schon wieder aus der Hauptstadt zurück zu den Dörfern wagten. Trotz dieser aufmunternden Worte sah Eleonore nur Verwüstung und Zerstörung wohin ihr Auge auch blickte. Ihr kam ungewollt der Vergleich mit einem vom Tode gezeichneten der sich mit aller Kraft an das Leben klammert in den Sinn. Sie konnte nur hoffen dass es nicht wirklich für diese Welt zu spät ist. „Wir wissen das es für uns keine Hoffnung gibt, wir sterben….aber es soll nicht umsonst sein, helft uns das es hier endet“ kam ihr einer der Sätze des Traleaners in den Sinn der auf dem Priesterkonzil für ihre Sache gesprochen hatte. Der Weg führte sie noch länger durch dieses karge steinige Land und sie trafen immer wieder auf Patrouillen.  Auch am 5ten Tag in dieser sengenden Hitze kam ihnen eine Gruppe Reiter entgegen aber zum ersten Mal so etwas wie Einheimische. Sie ritten auf Belari und als sie näher kamen konnte das Rudel die Krieger wittern und Kaleeya musste grinsen als die Patrouille knurrend und murrend einen Bogen machten. Auf den fragenden Blick hin antwortete sie Eleonore „Wir kennen diese Krieger, es sind Tarnaren…und wir hatten eine Meinungsverschiedenheit vor ein paar Tagen…und wir haben sie überzeugt dass wir recht haben“.  Als Eleonore sich umsah bemerkte sie dass das ganze Rudel unverhohlen grinste. Mit jedem Tag dem sie sich dem Ort für den Schrein näherten machte sie sich mehr Gedanken darüber. Sie war Politikerin genug um zu wissen dass diese Geste der Traleaner nicht ganz uneigennützig sein konnte.  Es war wie bei den Antranistern…“Zeig ihnen das du respektierst was sie machen und man kommt besser miteinander aus“. Könnte es wirklich so einfach sein? War das eine Geste um die berühmten 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen? Die Priesterschaft zu gewinnen und auch jene die ihnen folgen? Oder ist es möglich dass sie gar nicht diesen Gedanken verfolgt hatten mit dieser Geste des guten Willens? Woran war man bei diesem Volk das sich den Göttern versagt und das Schwert, Phönix oder, sie schauderte, den Tod verehrten? Die Necromanten des Landes…was sollte man davon halten? War es wirklich so wie jener Priester des Inea-Ordens sagte das sie als Waffe nutzten und sie sich dafür Schuldig fühlten….“Sie helfen uns Leben zu schützen….jeder Untote der einen Feind aufhält ist ein Untoter der möglicherweise ein Leben rettet“. War das wirklich so? Kann das eine Rechtfertigung sein? Wie sollte die Zukunft aussehen? Wird aus Tralea ein zweites Whenua? Sie zog Kraft aus dem Gedanken das das was sie hier vollbringen würde für etwas Gutes stehen würde. Etwas das, so hoffte sie, verschiedene Priester zusammen brachte und sie hier ein universelles Denkmal errichten konnten das nicht nur für Tralea stand sondern als ein Zeugnis das verschiedene Religionen in einer dunklen Stunde zusammen stehen und sich für das Gute einsetzen konnten. Und als der Morgen kam und der Tag des Schreins angebrochen war.  „Komm, gehen wir etwas Gutes tun und entzünden wir ein Licht der Hoffnung für uns alle.“

 

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Geschrieben am 15ten Tag des 9M13

Gerichtet an Valerian Freiherr von Sindelstein, Lorith der Crysine Kirche mit der Bitte um Weiterleitung an Herrn Celethas und Frau Tyvara. Diese Botschaft wird zu mehreren Boten zugestellt um ein Ankommen zu garantieren.

Ich Lianus Dowen schreibe Euch im Namen von Lux, die mich gebeten hat, ein Schreiben zu verfassen. Seid unbesorgt, es geht ihr den Umständen entsprechend gut und wird vom Inea Orden geschützt.
Ich schreibe nun nach ihren Worten…..

Ich wurde von Nox aufgespührt. Wir lieferten uns einen Kampf, doch ich merkte sehr schnell, dass ich ihm nicht mehr ebenbürtig bin. Ich versuchte zu fliehen, doch er verfolgte mich durch die Gewässer Whenuas und durch die Meere. Dabei geschah es, dass Nox mich zu fassen kriegte. Als er mich berührte, durchfuhr es mich wie ein Blitz. In diesem Moment sah und spürte ich seine Gedanken. Er will meine göttliche Essenz, doch will er mich nicht töten, sondern für immer einsperren. Da verstand ich auch, warum. Wir waren immer noch verbunden. Im selben Augenblick von der göttlichen Macht Cyrsines erschaffen, teilen wir uns ein Sein in zwei Gestalten. Entweder sterben wir zusammen oder wir sind gemeinsam unsterblich. Ich verstand, dass nur ich, nur meine Essenz, das einzige ist, was meinen Bruder vernichten kann.
Ich riss mich von ihm los, sammelte meine letzten Kräfte und schwamm nach Tralea, zu meinen Freunden, den Wasserdrachen. Diese waren stark genug, um Nox eine kleine Weile hinzuhalten, sodass ich verschwinden konnte und Nox meine Spur verlor. Doch ich hatte ihn nach Tralea geführt und ich befürchte nun, dass er auch hier sein Unwesen treibt.

Ich rettete mich zu Lianus. Ich war sehr schwer verwundet. Er nahm mich auf, kümmerte sich um mich und gab mir Schokolade.

Mir geht es wieder gut, allerdings habe ich eine Entscheidung getroffen, die ich euch dreien mitteilen muss. Ich bitte euch, nach Tralea zu kommen und bei Justus Schreinweihe teilzunehmen.

Im Namen Cyrsines sind wir bereit für das Licht und gegen die Dunkelheit zu kämpfen!

 

Dies waren Lux Worte, die ich unverfälscht zu Papier gebracht habe.

 

Anmerkung von mir
Der Inea Orden wird tun was er kann um Lux und alle Mitglieder der Versammelten Delegationen zu schützen. Für Sicherheit jedoch können wir einfach nicht garantieren.
Gezeichnet
Lianus Dowen, Tae-Inea

 

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Sie hatte es gewusst. Eigentlich vom ersten Moment an, aber....ja was eigentlich aber?So sinnierte Kaya vor sich hin während sie ihren Wolf gedankenverloren streichelte und sich in diesen Gewölben zu Tode langweilte. Vor Wochen kam Viktor mit diesen gefährlich leuchtenden Augen zu ihr und verkündete er habe von einem Volk gehört das er unbedingt besuchen möchte.Er schwafelte etwas von einzigartiger Kultur, von Riten und von riesiger Verantwortung vor sich hin bis es ihr in den Ohren schmerzte. Das einzige wie sie ihn dazu brachte den Mund zu halten war "Na gut...und wo lieg..." da hatte er sie auch schon freudestrahlend gepackt und zu einem Hafen gezogen. Und nun war sie hier...in einem der trostlosesten Länder die sie jemals gesehen hatte.Kein Wort von der Hitze, kein Wort von dem Sand oder das hier..gelinde gesagt...der Ausnahmezustand herrschte.  NICHTS! Das waren so die Momente wo sie Viktor am liebsten im Wald ausgesetzt hätte...nur in diesem gottverlassenen Tralea gab es nicht mal einen Wald.So saß sie da und schaute Viktor zu wie er, nach Tagen raffiniertestem Bettelns, von einem Regal mit Schriften zu einem anderen hopste und sich benahm wie ein Kind das einen Beutel Süßigkeiten gefunden hatte. "UuuooooooOOO" erklang es zwischen ihren Füßen und ihr Seelengefährte gab damit lautstark ebenfalls seine Langeweile kund.  "Aus..." sagte sie und erhob sich von der Kiste auf der sie gesessen hatte.“WIR vertreten uns die Beine und komm..." weiter kam sie nicht "ja ja macht ruhig, ich bin hier falls ihr mich sucht". Mit einem genervten grunzen dachte sie wieder an die Idee mit dem Wald während sie sich umdrehte und mit dem Wolf die Kellerräume der Archive unter Telis verließ. Die Stadt kochte in der mittäglichen Hitze und so bereute sie es fast die kühlen Gewölbe verlassen zu haben.fast. Sie stromerte ziellos durch Telis bis sie zu dem Lichtportal kam durch das sie auch die Stadt betreten hatten. Zwei Mal nahmen sie den Weg durch das Licht. Vom Hafen dieser übel gelaunten Zwerge hin zu einer Feste in der Grünlinge und Menschen gemeinsam lebten und in der sich auch das 2te Tor befand das sie nach Telis führte. Sie wollte sich schon abwenden als ihre Knie weich wurden und sie um das Bewusstsein kämpfte. Wie ein Hintergrundrauschen hörte sie ihren Wolf knurren und aufjaulen....dann war alles schwarz....Schwärze die durch ein Licht erhellt wurde....sie sah die Festung der Grünlinge und der Menschen...sie sah eine Versammlung vor den Toren dieser Festung...eine Versammlung von leuchtenden Auren...sie hörte Fetzen von Gebeten und spürte eine Kraft die davon ausging die Leben verkündete und in ihr erwuchs ein Samen des Lichts und des Lebens....ein Kreislauf begann.
Die Szenerie verschwand und als sie die Augen öffnete war sie umringt von Menschen...Traleanern wie sie vermutete und die sich rührend versuchten um sie zu kümmern....doch etwas anderes war es das ihre Aufmerksamkeit galt......das wabernde leuchten keine 100 Schritt vor ihr.......

 

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Der Tag verging in diesem fremden Imperium der Menschen und als die Nacht nun friedlicher herein brach als die vergangenen nutzte Ledra´Saar diese Gelegenheit, legte sich in ihr gemeinsames Zelt und schloss die Augen. Der Schlaf wollte sich lange nicht einstellen und als er ihn dann doch ereilte waren die Träume die er ihm bescherte….
Es war als stünde er auf einem Hügel und unter sich tobte eine Schlacht wie er sie nie zuvor gesehen hatte. So viele Völker vereint und schlugen sich tapfer gegen dieselben Wesen die er bereits in Tralea erleben durfte mit ihren weißen Bannern.  Ein wildes Brüllen erklang über ihm und er sah eine riesige Gestalt in Feuer gehüllt aus dem Himmel fallen und als sie auf dem Boden aufschlug zermalmte sie duzende Kreaturen der Finsternis.   …  der Traum zerfloss und als er sich unruhig drehte begann ein anderer bei dem Menschen, Zwerge, Elfen und viele andere nebeneinander standen gezeichnet von Kämpfen starr von Schmutz und Blut. Er hörte ein Lied der Trauer gesungen von Elfen die einem alten Freund ein letztes Lebe wohl mit auf seine Wege gaben. Ledra´Saar drehte den Kopf und sah einen gewaltigen schwarzen Drachen der zu seiner linken lag. Gefallen, geschlagen und am Ende seines Lebens. Drei tiefe Atemzüge waren alles was ihm noch blieb bevor einer der alten seinen letzten Weg antrat.  „….Hatarash kämpfte für das Leben… blutete das seine und fiel von Feinden umringt…“ hörte er noch fetzen von Versen bevor auch dieser Traum zerstob.
Bilder flogen an ihm vorbei die verschiedenste Zeitalter zeigten und wie sich die Erinnerung änderte.
Er sah die Essenz des Alten die über die Millennien vom Hüter zu einer wilden Tier verkam…zu einem Werkzeug jener die es nicht besser wussten.  Zu vieles vergessen zu blind vor wilder Blutlust sah Ledra´Saar wie sich Ketten um diesen Geist wanden und von einer Schlange gehalten wurden. Die Zentrale Achse war ein auf dem Kopf stehender Kelch um den sich jene Schlange wickelte und deren Augen sich Ledra´Saar herausfordernd zuwandten. Der gefallene Geist und die Schlange entfernten sich von ihm in Windeseile als würde er den Boden verlassen und in den Himmel schweben. Er sah die Welt auf der er wandelte nun unter sich und meinte manches davon zu erkennen….einen Fluss…die Stadt…den großen Wald….Tralea.
Als der Schlaf ihn endlich freigab und der Traum sich aber nicht verflüchtigte wie andere…war er sich fast sicher das sich bei dem Schrein den es einzuweihen galt um mehr handeln könnte… Der Weg zu Port Linsar verlief ohne größere Schwierigkeiten und dort fand sich doch tatsächlich ein Schiff das sich anschickte Waren für Tralea zu verladen und der Kapitän zeigte sich gewillt sie mitzunehmen. „Die Überfahrt ist bezahlt und wenn ihr zu einer offiziellen Sache dorthin reist….ist es mir natürlich eine Ehre euch mitzunehmen.“ Mit der Flut lief die „Windlauf“ aus und während der Reise erfuhren sie hinter vorgehaltener Hand dass der Kapitän sie nur deswegen mitgenommen hatte ohne dass sie etwas zahlen mussten weil er es sich mit einem neuen lukrativen Auftraggeber nicht verscherzen wollte. „Die Traleaner seien in manchen Dingen vor allem was Gier nach Geld anbelangte empfindlich…..“ Die raue See machte die Überfahrt nicht angenehm und es schien das sie ewig dauern würde bis endlich… „Die Kalgarats voraus!“ Bald erfuhren sie dass es sich hierbei um die himmelblauen Berge der Küste Traleas handelte und sie bald anlegen würden. Die Berge türmten sich hier sehr hoch auf und man konnte keine Körbe oder andere Hilfsmittel sehen um auf und über die Berge zu kommen. Je näher sie den Bergen kamen desto geschäftiger wurde die Mannschaft und es wurden Wimpel entlang der Taue aufgezogen und ein Hornsignal erklang. Mehrere Stunden tat sich nichts, doch dann erklang ein Grollen als würde sich die Erde selbst auftun und eine Höhle tat sich vor ihnen auf, eine die vorher nicht da gewesen ist. Die „Windlauf“ nahm langsam Fahrt auf und glitt an eine der Anlegestellen in dem Grottenhafen der traleanischen Zwerge. Überall wo man hinsah sah man silbrig glänzende Gebäude und Zwerge bei ihrem Tagwerk. Sie wurden von einer Delegation der Nauris empfangen und einem Portal eskortiert bei dem es sich wohl um jenes handelte das jener Quintillianer erklärte das er bei den Zwergen errichten würde. Nur noch ein Schritt und sie waren dort wo in Tralea alles begann…

 

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Immer noch ärgerte sich Serafis das es ihm Horde interne Angelegenheiten nicht möglich machten an dem Kriegsrat teilzunehmen. Informationen aus zweiter Hand waren und werden es auch immer sein...und zwar unzuverlässig. Aus diesem Grund war eine seiner ersten Handlungen nun das er selbst einmal die Gebiete inspizierte die für den bevorstehenden Kampf in Frage kamen.
Sein Weg führte ihn weg von der Hauptstadt in Richtung Norden zu den dort gelegenen Festungen im Osten Traleas. Viele Stunden vergingen bis er die erste davon erreichte und was er vor fand war eine beeindruckende Leistung an zwergischer Verteidigungskunst.
Die Festung war leicht gebogen so das es den Anschein erweckte das sie sich nach innen wölbte....eine Todesfalle für jeden Angreifer....solange man genug Krieger hatte auch die Mauern zu bemannen. Noch bevor sie die Festung erreicht hatten wurden sie bereits von einer Reitergruppe auf Belaris abgefangen und nachdem sich die Hordisten ausgewiesen hatten zu der Festung eskortiert. „Das ist nur die 2te Verteidigungslinie, wenn sie wirklich wissen wollen was hier so los ist würde ich an ihrer Stelle weiter zum ersten Ring reisen“ meinte der Kommandant der Belarireiter höflich und ohne dass er dazu aufgefordert wurde. Nun, es konnte nicht schaden und warum nicht vorne Anfangen und sich die 2te Linie am Rückweg ansehen kam Serafis der Gedanke und so hielten sie ihren Aufenthalt in der Festung eher kurz, aber lange genug um die Wehrhaftigkeit dieser Festung zu erahnen. Zwei Mauerringe getrennt von einem Innenhof der als Puffer dienen soll sollte der Feind die erste Mauer bezwingen. Überall waren Türme errichtet worden und auf jedem Fleck der groß genug war standen Katapulte und andere Kriegsgeräte um den Feind an einem Eindringen zu hindern. Wer immer versuchte durch diese Festung zu kommen würde einen Blutzoll bezahlen der Serafis einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ. Am Nordtor wurde ihnen die Tore geöffnet...schwer Stahltüren die um je eine Zentralachse gezogen wurden. Die Konstruktion war so  angelegt das einem nicht einmal der größte Rammbock etwas brachte wenn man dieses Tor öffnen wollte. Dahinter waren aneinander gekettete Steinplatten ausgelegt. „Führt zu Fuß eure Tiere über die Platten. Danach ist es sicher“ Serafis und seine Begleiter taten was man ihnen sagte und auf dem Weg erkannte er auch warum.  Der Weg zu der Festung war ein gewundener Pfad mit lauter Fallgruben und Krähenfüßen. Etwas das einem Angreifer den Schwung nehmen kann und ihn daran hindert in breiter Linie anzugreifen. „Wenn das der 2te Ring ist...wie sehen dann die Hauptfestungen aus?“ murmelte einer der Hordisten und wenige Stunden später wussten sie es. Die Festung vor ihnen stand der die sie durchquert hatten um nichts nach, war jedoch anders...abgenutzt, dreckig und mit einer Aura die Serafis frösteln ließ. „Willkommen in KELU“ erklang eine freundliche Stimme mit dem typischen melodischen Akzent der Traleaner. „Mein Name ist Haroun Bardaa...aber bitte nennt mich Haroun.“ sagte der Mann und lächelte „mein Br...euer Freund Lianus hat mich davon in Kenntnis gesetzt das ihr auf dem Weg hierher seid und bat mich euch zu empfangen.“ sprach er weiter... „bitte hier entlang, um eure Tiere und euer Gepäck wird sich gekümmert, mein Wort“ ...und Serafis wusste das die Traleaner niemals leichtfertig ihr Wort gaben. Nach dem sie sich von der Reise erholt hatten wurde ihnen die Festung gezeigt. Es war ein ernüchternder, erschreckender und teilweise schmerzhafter Anblick. Die Festung schien in Takt zu sein das Haroun mit den zwergischen Steinsingern erklärte. Diese jedoch sahen keinen Grund darin auch das Blut zu beseitigen...und es war überall. KELU musste im Blut regelrecht ertrunken sein denn egal wohin Serafis Blick auch ging...er sah die Verfärbungen des Steins. Er sah fremdländische Soldaten von allerlei Ländern und auch Rassen. Unter ihnen die Traleaner zu entdecken war nicht schwer, es waren jene mit den toten Augen die er nur allzu gut von jenen Männern kannte die mehr gesehen hatten als man je sehen sollte. Auch entging ihm nicht das jeder Haroun seine Ehrerbietung entgegen brachte...sei es nur das sie ihm respektvoll zunickten oder mit einer anderen Geste zeigten das sie ihn gesehen hatten....und sofort für ihn und seine Geste den Weg frei machten. „Kelu hat ein paar sehr schreckliche Gefechte erleiden müssen...doch im Moment kann man fast ein Aufatmen durch die Festung hören dank des Friedens den ihr für unser Volk gebracht habt.“ erzählte Haroun im Plauderton „es wird noch dauern bis wir alle Waffen in Stand gesetzt haben und auch diese neuen Kanonen überall postiert haben...aber dann dürfte KELU zu einem noch gefährlicheren Ort für die Kenaris werden.“ er zeigte immer noch ein freundliches Gesicht aber bei dem Wort Kenaris kam es Serafis so vor als hätte in seiner Umgebung die Temperatur einen Sprung nach oben gemacht. „Bitte Herr Wolf von der Horde...seht das Tal der Schmerzen“ Und Serafis sah das erste Mal den Norden von Tralea der nicht von einer Mauer geschützt war. Vor ihm breitete sich ein Tal aus das jeder Beschreibung spottete, es sah aus als habe jemand einen alten Friedhof umgegraben und die Knochen achtlos liegen gelassen.....Millionen an Knochen. „Wir haben in der Ruhephase alles verbrannt was vor den Toren sich auftürmte...doch selbst diese Feuersbrunst die für Tage Kelu in Rauch gehüllt hatte, hat vielen der Knochen nichts anhaben können. Ihr könnt euch wirklich glücklich schätzen das ihr erst danach hierhergekommen seid...der Gestank der Leichen war …. nun...naja“ Wie grässlich müssen die Gemetzel gewesen sein vor einem Jahr als uns die Nachricht ereilte das der erste Ring gefallen sei? Schoß es Serafis durch den Kopf...und er wollte darauf auch keine Antwort. Von dem Meer der Skelette noch gebannt dauerte es bis er das Wahrzeichen dieser Gegend bemerkte, den Feuerring. Selbst auf diese Entfernung wirkte er gewaltig und in ihm keimte eine Erleichterung dass er wieder stärker geworden ist und sie für den Krieg Zeit gewonnen hatten.
Serafis blieb mit seinen Leuten 3 Tage in der Festung und man zeigte ihm alles. Von den normalen Handwaffen bis hin zu ihren Belagerungswaffen. Nichts wurde ihnen vorenthalten und Haroun war sehr offen für Ratschläge und einem Dialog der Verbesserungen. Am dritten Tag jedoch kam ein Bote der Serafis eine Nachricht brachte. Eine Nachricht von Justus der ihn bat am 12 Tag des 10ten Monats sich in der Nähe der petrovianischen Feste einzufinden um mit ihm einen Schrein einzuweihen im Namen der guten und lebensbejahenden Götter. Serafis sprach es nicht aus als er die Zeilen las...aber nach dem was er gesehen hatte...konnte dieses Land so einen Schrein mehr als dringend gebrauchen.......

 

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Immer noch hing Terros seinen Gedanken nach als er mehr spürte als sah dass sich die Welt in die zweite Phase begab und die zerbrechlichen Oberweltler Licht hell wie Rubine im Sonnenschein entzündeten.  Das war die Zeit wo er für sich entschied wieder zurück in den Leib der Erde zu gehen und dort dem Leben zu lauschen.  Eingetaucht in die Welt seiner Mutter erfüllte ihn das Gefühl der Geborgenheit und die Klänge der Oberwelt wurden ausgetauscht durch jene der Kinder der Erde. Er schloss die Augen und hörte das helle Summen von Eisenerz, das tiefe Brummen von Kobalt und die fröhlichen Melodien des Quarzes.  Es ließ ihn entspannen und wieder zogen seine Gedanken weite Kreise und er verlor sich in dem wohligen Gefühl das ihn umgab.
Plötzlich riss Terros die Augen auf und war hellwach und lauschte angestrengt…..irgendetwas…..wie ein Narr kam er sich vor und schloss die Augen. „Um zu hören braucht man sie nicht“ kam ihm in den Sinn. Und so lauschte er und suchte….genau da. Er drehte sich in die Richtung und nun wo er wusste wonach er suchte hörte er es besser.  Es war ein Klang den er vorher noch nie gehört hatte, ein pulsieren das sich immer wieder änderte als ob es sich nicht entscheiden könnte.
In der Erde waren die Klänge der Kinder weit zu hören doch das machte nichts.  Er hatte alle Zeit die er brauchte und so machte er sich im Schoss der Erde auf diesem Rätsel zu folgen.
Es dauerte länger als er erst angenommen hatte…was nicht zuletzt damit zusammen hing das er immer wieder die Richtung änderte um Dinge zu beobachten die ihm neu und unbekannt erschienen.
So war der Weg unter dem Meer voller Abenteuer. Hier ein Konstrukt aus Holz…dort etwas aus geschundenem Erz das man in eine Form gepresst hatte….Silber, Gold und Kristalle…es war nicht leicht weiterzugehen doch der Ton wurde stärker und so war er immer wieder wie ein Leuchtfeuer im Denken von Terros. Als das Meer hinter ihm lag kam er in ein Gebiet von blauem Stein. Es war faszinierend wo er noch nie so viel davon auf einmal gesehen hatte und dann auch noch bewohnt von diesen Erdwühlern. „Kaoris´da“ flüsterte der Stein ihm zu und nannte ihm so den Namen des Volkes das in ihm wohnte. Auch das sie gut zu ihm waren und sie in einer Symbiose lebten die Terros zufrieden nicken lies. Er durchschritt das Gebirge und nur einmal begegnete er einem dieser Wühler der sich respektvoll verneigte und sanfte Töne der blauen Steine wieder gab.
Der Weg führte ihn weiter hinein in das Land und noch viele Wunder erwarteten ihn von denen das rote Erz des Feuers kein geringes war. Auch sah er einen funkelnden Stern im Schoss der Erde liegen von dem eine ungewöhnliche Kraft ausging. Es faszinierte Terros und nicht nur das…er sah auch das sich von der Oberwelt kleine leuchtende Wurzeln zu dem Stern gruben. Wurzeln aus Licht die von einer wabernden Scheibe ausgingen die Oberweltler verwendeten um zu verschwinden. (Das Portal) Doch immer noch war da dieses Pulsieren das ihn nicht los lies. Nicht weit von dem Ort mit dem schillernden Licht stieß er auf einen Ort in der Erde wo viele Überreste lagen. Alt meinte er zu wissen…und es schien es handelte sich um Wühler und diesen länglichen Steinhüttenbauern. Viele lagen hier und mit ihnen ihre Gegenstände. Manches davon ließ ihn es sich neugierig begutachten doch nichts war wirklich von int….sein Kopf ruckte herum und er steuerte einen bestimmten Punkt an.  Dort lag ein langes geformtes Stück aus Erz und Stein….doch was ihn vielmehr faszinierte, es summte. Vorsichtig berührte er das „Schwert“ so war glaubte er der Begriff und fuhr sanft entlang der schwarz schillernden Obsidianklinge. Nicht alle Kinder der Erde hatten ein Bewusstsein. Und nicht alle Kinder der Erde ohne dieses waren gleich. Manche von ihnen konnten eine Art von Persönlichkeit erlangen und das aus unterschiedlichsten Gründen. Und von diesen hatten manche auch einen Namen.  Dieses hier musste einmal von großer Bedeutung gewesen sein….den es summte, es hieße Beria. Er ließ Beria zurück und folgte weiter dem Ton der ihn immer wieder an sein Hiersein erinnerte…und nun endlich stand er davor.  Er sah ein gewaltiges Feuer das einen Teil der Mutter Erde einschloss.  Das war ungewöhnlich und so tauchte er tiefer…tiefer in die Erde und unter das Feuer….doch als er versuchte die Erde zu betreten die von dem Feuer eingeschlossen wurde…durchfuhr ihn ein gewaltiger Schmerz.  Er versuchte es ein weiteres Mal doch er musste erkennen das diese Teil der Erde für ihn nur Qualen bereit hielt….es war tote Erde der das Leben genommen wurde. Hier konnten die Kinder der Steine nicht wandeln und auch wenn er zuerst das Feuer im Verdacht hatte….so erkannte er bald woher dieses pulsieren kam.  Das tote Land wollte sich ausweiten und stemmte sich gegen das Feuer…doch das Feuer drückte dagegen und so entstand ein Bereich der Erde der starb und dem neues Leben gegeben wurde. Es war ein schrecklicher Ort…und er verlangte nach Antworten….