Die Yrkanier
Die Nähe zum Wald der Verborgenen und den Narikai hat es den Yrkaniern erlaubt sich nach dem Sturz der Tarnaren sehr ruhig entwickeln zu können. Früh stellte sich heraus das sie kein kriegerisches Talent besaßen, sich aber hervorragend auf technische Herausforderungen verstanden. Das machte die Yrkanier sehr begehrt bei den Tarnaren und später bei ihren Nachbarn. Da die Yrkanier aber nicht nur sehr kreativ beim konstruieren waren sondern auch beim demontieren sahen ihre anderen Nachbarn bald ein das es viel produktiver ist sich mit den Yrkaniern gut zu stellen als heraus zu finden wo sie welche Sollbruchstellen eingebaut haben.
Yrkanier sind fasziniert von den unendlichen Möglichkeiten die sie im vorantreiben ihres Wissens erkannt haben. Je mehr Wissen desto mehr Möglichkeiten der Anwendung. Je mehr Anwendungen desto mehr Wissen. Sie nutzen dieses Wissen aber vorrangig zum konstruieren von Bauwerken und Gerätschaften. Je ausgefallener desto besser. Das treibt gelegentlich zwar seltsame Blüten, aber das stört in dieser doch sehr friedlichen Gesellschaft sehr wenig....außer ein Bauwerk verabschiedet sich in einem großen Knall und viel Staub.
Das Horten von Wissen und dem Entwickeln von neuen Technologien erzeugt aber auch neue Probleme. Nach dem 3ten Brand in einer ihrer Bibleotheken erkannten sie das es fast unmöglich ist Wissen in Buchform auf dauer zu schützen. Und verlorenes Wissen bedeutet weniger Anwendung.
Aus diesem Grund konzentrierten sich die Yrkanier vor 300 Jahren verstärkt um die Möglichkeiten der Wissensbewahrung und stießen dabei auf die ungewöhnlichen Fähigkeiten von "Hylkaridia Orfis".
Dabei handelt es sich um einen speziellen Pilz der bei richtigen Bedingungen zu gewaltiger Größe anwachsen kann und über mehrere "Gedächtnisknoten" verfügt. Stirbt ein Teil des Pilzes so bleibt dennoch sein Wissen vorhanden.
Wie sie es geschafft haben wissen nur die wenigsten, dennoch ist es ihrem Volk gelungen soetwas wie einen "Transfer" zustande zu bringen der es ihnen ermöglicht Wissen in dem dafür gezüchteten Pilz zu speichern und auch zu "kopieren". Die Yrkanier schweigen darüber wie es genau funktioniert, das es funktioniert steht jedoch ausser frage.
Diese Verbindung hat jedoch auch zu "Nebenwirkungen" geführt die eine Verbindung etabliert zwischen dem Pilz und allen Yrkaniern die ihn nutzen. Solange sie sich in einem Bereich aufhalten der von den Ästen des Pilzes durchzogen ist stehen sie alle miteinander in Verbindung. Dies geschieht aber eher auf einer unterbewußten Ebene und auch das gespeicherte Wissen darf man sich nicht wie Bücher vorstellen sondern wie Erinnerungsfragmente und es bedarf großer Erfahrung um damit auch etwas anfangen zu können.
Diese Symbiose mit den Pilzen hat jedoch auch andere Bereiche des Yrkanischen Lebens beeinflusst und so versehen sie ihre Häuser mit einer grünen "Farbe" die aus kleinsten Pilzen besteht und die zu einem besonderen Raumklima führen die die Yrkanier sehr schätzen. Sie erzeugen eine überraschend gute Luft in den Häusern, jedoch sind die Sporen in der Luft für andere Kulturen unangenehm. Da diese Pilze einen eigenen Lebenserhaltungstrieb haben filtern sie aus der Luft soviel Feuchtigkeit wie sie können um auch an heißen Tagen ein Überleben zu gewehrleisten. Dieses Verfahren sorgt für eine Abkühlung in den Räumen über Tag und eine immer leicht feuchte Luft in den Gebäuden.
Doch nicht nur für diese Dinge haben die Yrkanier die Pilze eingespannt. Sie haben auch eigene Sorten die Licht abgeben und als Lampen oder Schmuck verwendet werden und seit neuestem experimentieren sie mit Pilzen die einen bei Berührung zum zucken bringen (Elektrische Aufladung).
Gerade letztere werden gerade hinsichtlich Defensivmaßnahmen gegen Predatoren erporbt.

