Der Großteil der Sindu lebt in den 4 großen Städten und einigen Dörfern die nach dem ersten Krieg gegründet haben und zeigen noch viel von ihrer ehemaligen Stammeskultur sowie den Tauschhandel und Initiationsriten. Ihnen übersteht ein König der sie regiert und in regelmäßigen Abständen von der Hauptstadt Nomeris aus das Land bereist um recht zu sprechen oder Erneuerungen und Edikte einzuführen. Da der König aber nicht immer und überall sein kann wurden Herzöge eingesetzt die im Namen des Herrschers in ihren Gebieten für Ordnung und Sicherheit sorgen, von diesen gibt es drei und zwar in Weylas, Ptomec und Isram. Der König und die Herzöge sind lebenslang eingesetzt aber nur der die Königswürde funktioniert über Erbrecht. Die Herzöge werden vom vorangegangen bestimmt, sollte ein Herzog keinen Erben bestimmen bleibt das Amt in der Familie und die in Frage kommenden Anwärter werden vom König bestimmt und müssen in einem Duell auf das letzte Blut beweisen wer der würdigere ist. Ähnlich läuft es, wenn der König keinen Erben hat beziehungsweise aus seinen Kindern keinen bestimmt, Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Diese Sitte mag befremdlich wirken, vor allem wenn man bedenkt, dass das Herrschertum Einfühlsamkeit und Gnade verlangt, aber dieser Brauch stammt noch direkt aus der Zeit der Stammeskultur wo der beste Kämpfer/Jäger der Anführer sein sollte, warum aber auf das letzte Blut gekämpft wird ist heute unbekannt, wird aber aus Achtung vor der Vergangenheit beibehalten. Dieses Duell wird in einem großen Zeremoniell begangen und von den Schamanen beaufsichtig und den Ahnen gewidmet. Die Schamanen haben außerdem die Aufgabe der Seelsorge, Beachtung der Traditionen und Ausführung der rituellen Handlungen die in vielen Bereichen des täglichen vorhanden sind. Hochzeiten, Namensgebungen, Totenfeiern, Hausweihungen und viele mehr sind Beleg für die tiefe Verbundenheit die die Sindu ihren Ahnen entgegenbringen ansonsten kennen sie keine Götter. Sie kennen noch die Dualität der Mächte die über allem steht das männliche Prinzip Fairchealas, der für das Böse, den Tod, die Vernichtung, das Chaos,… steht und das weibliche Chaedothien die für das Leben, die Ordnung, das Gute,... verkörpert. In Nomeris gibt es eine Weihestätte in der ihre großen Feste gefeiert werden, unter anderem Frühlings und Sommerbeginn. Fairchealas wird als mächtige viel gehörnte Figur und Chaedothien als eine schöne, junge, geflügelte Frau dargestellt, woher diese überliefert sind ist nicht verbürgt wichtig ist aber, dass beide ebenbürtig sind und sich ergänzen, da das eine ohne das andere nicht geht, keiner der beiden wird bevorzugt.

Die Sindu sind auch trotz der einfachen und pragmatischen Lebensweise ein kunstsinniges Volk und schmücken ihre Häuser gern mit Motive aus Tier und Pflanzenwelt auch Bilder ihrer Ahnenwerden oft hergestellt. In den Wärmeren Gebieten sind die Häuser meist zweigeschossig aus Lehmziegeln mit hohen, breiten Fenstern gestaltet, während jene die in gemäßigteren Landstrichen leben ihre Häuser mit einem Sockelbereich aus Stein und dem Rest aus Holz bauen, die Fenster bleiben zwar hoch sind aber schlanker. Je nach Lebensraum betreiben sie Tierzucht oder Ackerbau, organisierten Bergbau betreiben sie nicht, wenn sie Metalle oder Steine benötigen schicken sie Leute aus die dann bis die Nachfrage gestillt ist die Minen betreiben. Dennoch sind ihre Schmiede- und Steinarbeiten sehr hochwertig.